Jahresbericht 2016

LEBENSLANGES LERNEN

Aktuelle Angebote in verschiedenen EU-Lernpartnerschaften im Bereich der Erwachsenenbildung:

 TRAIT – Ersamus plus KA2 2015 – 2017

 Walk’n’Talk – Erasmus plus KA2 2016 - 2018

Der Ausbau des Bereiches Erwachsenenbildung ist uns ein wichtiges Anliegen, um die Bildungsangebote im Bezirk Oberpullendorf zu verbessern:

 Workshop „Wissen, wohin ich will“ Berufsorientierung 5mal im Jahr

 Kompetenzanalyse mit Zertifikat 5mal im Jahr

 Workshop für Gründerinnen dreimal jährlich

 „Deutsch für Migrantinnen“ dreimal jährlich

 „Hola, qué tal!“ Spanisch Basiskurs A1

 „Tell me more!” Englisch Konversation A2/B1 Vernetzung

Durch diverse Gruppenangebote (FRAUENRAUM, Leseabende) unserer Beratungsstelle wird Frauen und Mädchen auch Raum zur Kommunikation und Vernetzung geboten.

Weiters arbeiten wir daran, durch verstärkte Vernetzung eine engere Kooperation der verschiedenen Angebote im psychosozialen wie auch im arbeitsmarkt-politischen Bereich und im Bildungsbereich zu erreichen:

• ARGE gegen Gewalt in der Familie im Bezirk Oberpullendorf

• DAFF-Dachverband der Bgld. Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen

● BUKEB – Bgld. Konferenz der ErwachsenenbildnerInnen

● Plattform der AlleinerzieherInnen

• GGG – Gemeinsam gegen Gewalt Arbeitsgruppe Burgenland

• Netzwerk der österr. Frauen- und Mädchenberatungsstellen

 

DAS TEAM

Ein multiprofessionelles Beraterinnenteam bietet Information und Beratung im psychosozialen, familiären und juristischen Bereich und berät arbeitsuchende Frauen. Aktuell beschäftigen wir 11 Mitarbeiterinnen und 6 Honorarkräfte.

ÖFFNUNGSZEITEN

Unsere Beratungsstelle ist 36 Wochenstunden geöffnet: Montag – Donnerstag 8.00 Uhr - 15.00 Uhr Dienstag 8.00 Uhr - 19.00 Uhr Freitag 8.00 Uhr - 13.00 Uhr (Auch außerhalb der Öffnungszeiten finden individuell vereinbarte Beratungsgespräche statt.)

 

FRAUEN- und FAMILIENBERATUNG

Krisenintervention

Psychosoziale Beratung Begleitung und Unterstützung der Klientinnen vor Ämtern und Behörden (Gericht)

Unterstützung von Familien in wirtschaftlichen Angelegenheiten

Tätigkeitsbezogene Vernetzungsarbeit (Gewaltschutzzentrum, Polizei, Referat f. Jugendwohlfahrt u. Sozialarbeit, Schulpsychologie, Psychosozialer Dienst, Bewährungshilfe, Männerberatung...) Gruppenarbeit, Arbeit mit Schulklassen Hausbesuche nur in Ausnahmefällen

Wir unterstützen Frauen, Mädchen oder auch Paare zu den Themen persönliche Lebenskrisen, familiäre Probleme, Generationskonflikt, psychische Probleme, Partnerschafts- und Erziehungsprobleme, Prävention und Krisenintervention bei Gewalt gegen Frauen und Kinder, Schwangerschaftsberatung

 

RECHTSBERATUNG

Mag.a Stoppacher berät 14-tägig 6 h/Woche auf Initiative des Landes Burgenland (LR Dunst): jeweils Mittwoch, abwechselnd vormittags oder nachmittags. Die meisten Fragen der Rechtsberatung betreffen die Themen Scheidung und Unterhalt. Begleitend bieten wir Beratungsgespräche mit unseren Beraterinnen an. Weitere Fragen der Rechtsberatung betreffen Erbrecht, das ASVG, Mietrecht etc. Die Juristin berät die Frauen, unternimmt allerdings keine Schritte für sie im Rahmen der Rechtsberatung.

FBZ – Frauenberufszentrum

Clearingberatung Sonja Javorics & Sabine Hoschopf

Einstiegsberatung (Clearingberatung) für arbeitsuchende Frauen mit Qualifikationswunsch Information über WB-Möglichkeiten; Darstellung der Bildungslandschaft; Entwicklung eines Bildungsplans

Laufbahnberatung Sabine Hoschopf

Büroorganisation FBZ - Monika RADICH

Betriebskontake – Diana GESSELE

Workshops – diverse Trainerinnen

 

„Wissen, was ich will“

Kommunikation, Selbstpräsentation Einkommenschancen steigern Bewerbungstraining, Stressmanagement, Lernen lernen, Projektarbeit

„Zeig, was du kannst!“

Kompetenzanalyse FiT – Workshops Ausbildung in Handwerk u. Technik

Perspektivenerweiterung Vorbereitung auf ein techn. (FH)Studium

„Ich allein?“

Workshop für Gründerinnen 

 

Start Up – Beratung & Begleitung von Wiedereinsteigerinnen

Sabine HOSCHOPF

Dipl. Bildungsberaterin, Outplacement, Buchhaltung + Förderabrechnung Arbeitsgebiete: Eingliederung von arbeitsuchenden Frauen und Mädchen, speziell auch Wiedereinsteigerinnen, in den Arbeitsmarkt Organisation und Leitung von Pooltreffen und Aktivgruppen Vermittlung von Praxisplätzen Organisation einer Drehscheibe für Firmen und arbeitsuchende Frauen Förderabrechnung und Buchhaltung

Mag.a Diana SCHMIDT

Pädagogin & Laufbahnberaterin, Arbeitsgebiete Einzelcoaching zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt Laufbahnberatung Gruppenleitung (Aktivgruppe) Vernetzung mit der regionalen Geschäftsstelle des AMS

Dunja SOSEVIC

Interne Koordinatorin der Projekte Start Up & FiT Arbeitsgebiete Unterstützung der GF in kaufmännische Angelegenheiten Berichtsbögen an das AMS im Rahmen des Projektes "Start Up" Terminvereinbarungen, Telefonkontakte, Organisation und Dokumentation 

FiT – Frauen in Handwerk und Technik

Koordination der landesweiten AMS-Maßnahme FIT – Frauen in handwerkliche und technische Berufe. Einzelcoaching der Teilnehmerinnen in Zusammenarbeit mit AMS und diversen Bildungsträgern im ganzen Burgenland, um einen möglichst erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu erreichen.

Koordinatorin Dipl.Sozialpäd. Diana GESSELE Diplom Sozialpädagogin, Coach 

Koordinatorin DSA Nina PINIEL Diplomsozialarbeiterin, Outdoor-Pädagogin

Koordinatorin Sonja JAVORICS Diplom Lebens- und Sozialberaterin

Betriebskontakte und Eingliederungsbegleitung der Absolventinnen der FacharbeiterInnenintensivausbildung (FIA)

Erstellung eines 1/4jährlichen Newsletters Perspektivenerweiterung für Frauen, die ein technisches Studium anstreben

 

KURSE, VERANSTALTUNGEN, PROJEKTE 

Ganzjährig 2 unterschiedliche AKTIVGRUPPEN für Wiedereinsteigerinnen zu div. Arbeitsmarktbezogenen Themen; Start Up – Gruppe zur Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt und gezieltes Outplacement in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen

Workshops im Frauenberufszentrum Ganzjähriges (Modulsystem) Angebot zu den Themen Kommunikation, Wahrnehmung, Biografie, Kompetenzen, Einkommen steigern, Ausgaben verwalten, Bewerbung & Telefonieren, Leben und Arbeit im Einklang, Lernen lernen, Projektarbeit 

FiT Workshops– Frauen in Handwerk und Technik Fünfmal jährlich 14-tägige Informations-Workshops über die Möglichkeiten des FiT– Programmes inkl. Schnuppertage 

Dreimal jährlich Basiskurs Deutsch für Migrantinnen 

FINANZCOACHING 52 h/Jahr durch Elisabeth Maria Dorn Termine nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung! 

EU-Projekt Abschluss „Qualitätssicherung durch Qualifikation“ (Erasmus plus KA1) 

EU-Projekt TRAIT (Erasmus plus KA2) TRAIning Transversal – Supporting Career Development and Research 

EU-Projekt WALK’n’TALK – Organisation des Kick-off Meetings in Oberpullendorf

Veranstaltung zum Frauentag 2016 Diary Slam in der FBST Oberpullendorf

Frauenkino „Suffragetten – Taten statt Worte“ D. 

16 Tage gegen Gewalt 2016 Fotoaktion mit unseren Vorstandsfrauen & Lesung mit Ela Angerer „Und die Nacht prahlt mit Kometen“ 

Teilnahme am Kegelturnier der Arbeiterkammer Burgenland

STRUKTUR

Trägerin der Beratungsstelle ist der Verein „Frauenberatungsstelle Oberpullendorf“, ein Verein zur Unterstützung selbstbestimmter Arbeits- und Lebensverhältnisse von Frauen. Der Verein ist überparteilich, überkonfessionell und gemeinnützig organisiert,

Obfrau ist Ingrid Pesendorfer

Ziele

• Verbesserung der Lebenssituationen der betroffenen Frauen, Mädchen und Familien im Bezirk Oberpullendorf (und angrenzenden Regionen)

• Förderung der Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen

• Öffentlichkeitsarbeit zu frauenspezifischen Themen, gegen Gewalt und Unterdrückung von Frauen

• langfristige Absicherung der Frauenberatungsstelle

Die letzte Generalversammlung fand am 29. März 2017 statt.

 

FINANZIERUNG

Die Serviceleistungen, Beratungen und arbeitsmarktbezogenen Angebote können wir kostenlos anbieten, da die Einrichtung von folgenden FördergeberInnen finanziert wird:

Arbeitsmarktservice Burgenland (AMS)

BMGF Bundesministerin für Gesundheit und Frauen

Bundesministerium für Familie und Jugend

Frauenreferat der Bgld. Landesregierung

Zusätzlich finanzieren wir unseren Betrieb mittels einzelner Projektförderungen, durch die Unterstützung mancher wohltätigen Vereine (Pfadfinder OP, SoroptimistClub, Fastensuppen-Aktion) und privater Spenden in sehr kleinem Ausmaß.

Budget 2016 €uro 381.390,93

 

STATISTIK 2016

Bericht der Frauenberatungsstelle 2016

996 Einzelpersonen

5 Familien

9 Paare

30 Gruppen (gesamt 394 Teilnehmerinnen!)

Gesamt betreuten wir 2016 1342 Personen in 7908 Beratungs- Informations- und Vernetzungsgesprächen!

Davon 35 Mädchen unter 18 Jahren, 42 Frauen über 65 Jahren, 18 Männer

972 österr. Staatsbürgerinnen (24 HU, 20 RO, 13 DE)

Themenschwerpunkte Beratung & Information

Frauen- und Familienberatung - Psychische Probleme, Einsamkeit, Überforderung 1219

Paar/Ehekonflikte 276 

Gewalt gg. Frauen und Kinder 131 

Generationenkonflikte 127 

Schuldenberatung (Armut) 237 

Rechtsberatung 190

Start Up – AMS-Beratung 746

Bildungsberatung, Orientierung, Betriebskontakte

FBZ – Frauenberufszentrum 2159 Beratungen

- Clearing, Workshops, Laufbahncoaching, Kompetenzanalyse Praktika, Betriebskontakte, Aus-/Weiterbildung

FiT – Frauen in Handwerk und Technik 1848 Beratungen

Kursbetreuung, Bildungsberatung, Betriebskontakte

Themenverteilung

55,13 % Arbeitsmarkt- und Bildungsberatung

27,56 % Frauen- und Familienberatung

4,98 % TN an Workshops und Bildungsangeboten

12,33 % Informationskontakte

Jahresbericht 2015

STATISTIK 2015

920 Einzelpersonen

13 Paare

25 Gruppen (gesamt 300 Teilnehmerinnen!)

Gesamt betreuten wir 2015 1246 Personen in 5842 Beratungsgesprächen

Davon 45 Mädchen unter 18, 33 Frauen über 65 Jahren, 27 Männer

868 österr. Staatsbürgerinnen

Themenschwerpunkte

Beratung & Information

Frauen- und Familienberatung - Psychische Probleme, Einsamkeit, Überforderung 301

Medizinische Probleme, Krisen - Paar/Ehekonflikte 225 

Gewalt gg. Frauen und Kinder 125 

Generationenkonflikte 90 

Schuldenberatung 139 

Rechtsberatung 120

Start Up – AMS-Beratung 723

Bildungsberatung, Orientierung, Betriebskontakte FBZ – Frauenberufszentrum 1631 Beratungen (inkl. Clearing, Workshops, Laufbahncoaching, Kompetenzanalyse Praktika, Betriebskontakte, Aus-/Weiterbildung)

FiT – Frauen in Handwerk und Technik 1416 Beratungen (Kursbetreuung, Bildungsberatung)

Gesundheit & Life-Work-Balance sind unsere Schwerpunktthemen aktuell

Wie sich auch schon anhand der Beratungszahlen der letzten Jahre ablesen lässt, sind immer mehr Menschen durch gesundheitliche Probleme belastet. Sowohl physische als auch psychische Erschöpfung, Erkrankungen oder Krisen machen es den Menschen schwer, ihren Alltag zu bestreiten. Durch vielerlei Belastungen (Krisen in den Familien, Betreuungspflichten in der Familie, finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit oder Probleme am Arbeitsplatz) wird es für viele Frauen und Männer immer schwieriger, mit der Gesellschaft Schritt zu halten. So kommt es zu Erschöpfungszuständen bis hin zu Erkrankungen. Durch unterstützende Informationen, Beratung und Entlastungsgespräche können wir Frauen und Familien durch diese Krisen begleiten.

Im Frauenberufszentrum wurde der Workshop „Leben und Arbeit im Einklang“ geschaffen.

Außerdem haben wir 2015 dazu Bewegungsgruppen (Walken & Kegeln) und einen Salsa-Tanzkurs für Frauen organisiert. Aktuell arbeiten wir gerade an einem EU-Projekt zum Thema „gesundes Altern“.

 

 

 

Jahresbericht 2014

ARGE Bezirk Oberpullendorf
Podium EXPAK Konferenz Szombathely
Betriebsausflug
CLICK - PC-Kurs für SeniorInnen

STATISTIK

2014 wurden

995 Frauen & Mädchen

10 Paare

8 Familien

in 6246 Beratungs- und Informationsgesprächen oder Workshops betreut

23 % Frauen- und Familienberatung

50,6 % Arbeitsmarkt- und Bildungsberatung

17 % TN an Workshops und Bildungsangeboten

9,4 % Informationskontakte

 

 

PROJEKTE

GRUNDTVIG Multilateral 01.12.2012 – 30.11.2014 BEE – BECOMING EUROPEAN Ein Projekt im Bereich der Erwachsenenbildung, um das LebensLange Lernen für alle Erwachsenen attraktiv zu machen 

 

CLICK – Computers, Languages and Intergenerational Communication in the Kitchen

LEARNING TO BE HAPPY Ein Projekt im Bereich der Erwachsenenbildung, um das LebensLange Lernen auch als soziales Lernen für alle Erwachsenen zu betonen.

Gefördert aus Mitteln des EU-Bildungsprogrammes GRUNDTVIG

Kontakt & Information: Frauenberatungsstelle Oberpullendorf

Doris Horvath 7350 Oberpullendorf, Spitalstrasse 6/3

 

 

VERNETZUNG

Vernetzung ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, Hilfesuchenden möglichst kompetente Hilfe auf möglichst kurzem Weg anzubieten.

Mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek haben wir eine engagierte Ministerin an unserer Seite, mit LR Verene Dunst ebenso. Die Zusammenarbeit verläuft erfrischend und gewinnbringend.

Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen Dachverband für 58 Frauen- und Mädchenberatungsstellen, gegründet 1995 Vorstand: Margarete Bican, Wien; Marion Breiter, Wien; Sibel Öksüz, Wien und Doris Horvath, Oberpullendorf

AMS Burgenland Durch regelmäßige Jour Fixes wird die intensive Kommunikation mit dem AMS sehr vereinfacht. In Oberpullendorf ist zu unserer großen Freude Jutta Mohl Geschäftsstellen-Leiterin!

GGG – Gemeinsam Gegen Gewalt Burgenländisches Netzwerk gegen physische, psychische, sexuelle und strukturelle Gewalt Gegründet 1993, umfasst derzeit mehr als 20 Institutionen aus dem sozialen Bereich.

BezirksARGE Arbeitsgemeinschaft aller im psycho-sozialen Bereich Tätigen des Bezirkes, die Vertreterin der Frauenberatung Oberpullendorf sind Katharina Müllner und Mag.a Diana Schmidt.

DAFF - Dachverband burgenländischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen 4 Trägervereine betreiben sieben Beratungsstellen im Burgenland, jeweils im Bezirksvorort. Vierteljährlich finden Jours Fixes statt plus Arbeitstreffen der Geschäftsführerinnen

 

 

FINANZIERUNG

Gesamtkosten des Projektes 2014 EURO 427.415,91 finanziert durch

>>> BKA Bundeskanzleramt - Abteilung Frauenförderung

>>> BM für Wirtschaft, Jugend und Familie - Abteilung Familienförderung

>>> AMS Landesgeschäftsstelle Burgenland

- FBZ – Frauenberufszentrum - Projekte START UP, FiT – Frauen in Handwerk und Technik

>>> Land Burgenland - Referat Frauen- und Familien; LR Verena Dunst

>>> Arbeiterkammer Burgenland

>>> EU – Förderungen GRUNDTVIG

– Lernpartnerschaften CLICK, LEARNING TO BE HAPPY, BeE – Becoming European

>>> Gemeinden des Bezirkes Oberpullendorf

>>> Private Sponsorinnen und Sponsoren

 

 

 

Jahresbericht 2013

FRAUEN MÄDCHEN FAMILIEN Beratung Arbeit Bildung

FRAUENBERATUNGSSTELLE UND FRAUENBERUFSZENTRUM OBERPULLENDORF TÄTIGKEITSBERICHT 2013

FRAUENBERATUNGSSTELLE OBERPULLENDORF Beratung – Arbeit – Bildung

7350 Oberpullendorf, Spitalstraße 6 + 11 TEL.: 02612-42905 MAIL: office@frauen-op.at

STATISTIK

2013 wurden 971 Frauen & Mädchen 9 Paare 3 Familien in 5968 Beratungs- und Informationsgesprächen oder Workshops betreut

28 % Frauen- und Familienberatung

36 % Arbeitsmarkt- und Bildungsberatung

21 % TN an Workshops und Bildungsangeboten

6 % Informationskontakte

Die Zuweisung der Klientinnen verteilt sich wie folgt:

Die hohe Zahl (445 von 983) in der Kategorie „sonstige“ lässt darauf schließen, dass diese Kennzahl noch nicht genau genügend erfasst ist.

PROJEKTE 

GRUNDTVIG 01.08.2011 – 31.07.2013 EUCIT – CITIZENS FOR EUROPE

In diesem Projekt des EU-Programms für Lebenslanges Lernen arbeiten wir mit verschiedenen europäischen Institutionen der Erwachsenenbildung zum Thema Europäisches Bürgertum und Europäische Kultur. Dabei arbeiten wir Fragebögen zu sieben verschiedenen Themenbereichen aus, die dann von unseren Lernenden beantwortet werden. Die Auseinandersetzung mit den Themen und den internationalen Antworten soll das Verständnis für ein gemeinsames Europa geweckt werden. Wir arbeiten dazu auch mit Moodle-Plattformen und SKYPE-Konferenzen, um die Kommunikation zwischen den Partnertreffen aufrecht zu halten.

PartnerInnen: FORSICA-European Learning Centre, Ubrique/Spanien; ALINARI 24 ore, Florenz/Italien; Archivio della Memoria, Rom/Italien; VHS Lingen, Deutschland; Golhisar Mesleki ve Teknik Egitim Merkezi, Gölhisar/Türkei; La Coupole, Flemale/Belgien; Frauenberatungsstelle Oberpullendorf, Österreich Die Projektleitung liegt beim spanischen Partner Dr. Juan Carlos Ortíz Ordoñez. Doris Horvath koordinierte das Projekt für die FBST, Sabine Hoschopf ist für die Abrechnung verantwortlich, Nina Piniel für Erstellung und Auswertung der Fragebögen. 2. Partnertreffen in Oberpullendorf Der Abschluss des Projektes erfolgte im Mai 2013 in Ubrique, Spanien.

Im Auftrag des DAFF - Dachverband der Bgld. Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen: GRUNDTVIG Multilateral 01.12.2012 – 30.11.2014 BEE – BECOMING EUROPEAN

Ein Projekt im Bereich der Erwachsenenbildung, um das LebensLange Lernen für alle Erwachsenen attraktiv zu machen Hauptziele des Projektes: Das Projekt BeE entwickelt ein Kurskonzept für erwachsene Lernende, das in ganz Europa verwendet werden kann. Die Kurse bieten Basisbildung für erwachsene Lernende, auch Lesetraining und Rechentraining. Das Kurskonzept soll flexibel gestaltet sein, um den individuellen Bedürfnissen leicht angepasst zu werden, wie z.B. spezielle Zielgruppen, sozial-kulturelle Hintergründe oder Vorbildung. EuopäerIn zu sein oder zu werden beinhaltet viel Wissen und Lebenserfahrung – und alle Erwachsenen sollten über dieses Wissen und diese Erfahrung verfügen, um ein selbständiges Leben führen zu können. Basisbildung umfasst in unseren Gesellschaften kulturelles, politisches, wirtschaftliches und technologisches Wissen, erweitert um Fähigkeiten der Alphabetisierung und der Mathematik. Aktivitäten zur Umsetzung der Ziele: Das Projekt BeE bietet eine Website, auf der alle Informationen rund um das Projekt gesammelt und veröffentlicht werden. Die Kurse werden gemeinsam entwickelt, jeder Projektpartner ist für einen Arbeitsbereich („Workpackage“) hauptverantwortlich.

Die Partner kommen aus Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Italien, Malta und Spanien. Der gemeinsame, neue Kurs zur Basisbildung wird in einzelnen Schritten gestaltet und dann in den Partnerinstitutionen angeboten. Die Erfahrungen aus diesen ersten Kursangeboten werden evaluiert und dann für ganz Europa als Element der Erwachsenenbildung angeboten. Vernetzung und Information der Öffentlichkeit sind weitere wichtige Elemente in diesem Projekt, um möglichst viele Lehrende und Lernende mit einzubeziehen. Methode: Nachhaltiges Lernen von Erwachsenen muss aktiv, selbstbestimmt, konstruktiv und in die vorhandenen Rahmenbedingungen eingepasst sein. Dazu bedarf es einer Analyse der Lebenssituation und der bisherigen Ausbildung der KursteilnehmerInnen. 

VERNETZUNG Vernetzung ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, Hilfesuchenden möglichst kompetente Hilfe auf möglichst kurzem Weg anzubieten. Mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek haben wir eine engagierte Ministerin an unserer Seite. Die Zusammenarbeit verläuft erfrischend und gewinnbringend.

Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen Dachverband für 58 Frauen- und Mädchenberatungsstellen, gegründet 1995 Vorstand: Margarete Bican, Wien; Marion Breiter, Wien; Sibel Öksüz, Wien und Doris Horvath, Oberpullendorf

AMS Burgenland Durch regelmäßige Jour Fixes wird die intensive Kommunikation mit dem AMS sehr vereinfacht. In Oberpullendorf wird zu unserer großen Freude Jutta Mohl neue Geschäftsstellen-Leiterin!

GGG – Gemeinsam Gegen Gewalt Burgenländisches Netzwerk gegen physische, psychische, sexuelle und strukturelle Gewalt Gegründet 1993, umfasst derzeit mehr als 20 Institutionen aus dem sozialen Bereich.

BezirksARGE Arbeitsgemeinschaft aller im psycho-sozialen Bereich Tätigen des Bezirkes, die Vertreterin der Frauenberatung Oberpullendorf ist Katharina Müllner bzw. ihre Karenzvertretung.

DAFF - Dachverband der bgld. Frauen- und Mädchenberatungsstellen 4 Trägervereine betreiben sieben Beratungsstellen im Burgenland, jeweils im Bezirksvorort. Vierteljährlich finden Jours Fixes statt plus Arbeitstreffen der Geschäftsführerinnen 

FINANZIERUNG Gesamtkosten des Projektes 2013 EURO 394.043,04 finanziert durch

>>> BKA Bundeskanzleramt - Abteilung Frauenförderung

>>> BM für Wirtschaft, Jugend und Familie - Abteilung Familienförderung

>>> AMS Landesgeschäftsstelle Burgenland - FBZ – Frauenberufszentrum - Projekte START UP, F.i.T. – Frauen in Handwerk und Technik

>>> Land Burgenland - Referat Frauen- und Familien; LR Verena Dunst

>>> Arbeiterkammer Burgenland

>>> EU – Förderungen GRUNDTVIG – Lernpartnerschaften „EUcit – Citizens for Europe“ “BeE – Becoming European”

>>> Gemeinden des Bezirkes Oberpullendorf

>>> Private Sponsorinnen und Sponsoren

Bankverbindung: RAIKA Oberpullendorf BLZ 33065 Kto. 112.490 

IMPRESSUM Doris Horvath FRAUENBERATUNGSSTELLE OBERPULLENDORF BERATUNG – ARBEIT - BILDUNG Spitalstraße 11 7350 OBERPULLENDORF TEL. 026 12 – 42 905 Mobil: 0664-5418089 Mail: office@frauen-op.at doris.horvath@frauen-op.at Website: www.frauen-op.at

Jahresbericht 2012

 

Das Jahr 2012 . . .

 

. . . stand für die Frauenberatungsstelle vor Allem im Zeichen des Feierns.

Am 12. Oktober 1992 wurde unsere Beratungsstelle gegründet, das 20jährige Jubiläum wurde in zahlreichen Aktionen begangen:

Teilnahme am Faschingsumzug in Oberpullendorf unter dem Motto „Blühende Vielfalt“, entsprechend unserem neuen Logo

Feier des Internationalen Frauentages mit einer Film- und Fotorückschau über unsere Arbeit der letzten 20 Jahre

Herausgabe und Präsentation des Buches „The stories of our grandaparents“, das wir im Rahmen des EU-Projektes „TOMY“ europaweit geschrieben haben.

„MAMMA AFRICA“ - Filmabend im Kino Oberpullendorf, Dokumentation über Leben und Schaffen von Miriam Makeba

Und schließlich die 20 Jahres-Feier im Haus St. Stephan mit Festakt, Ausstellung und Musik.

 

2012 wurden 943 Frauen, Mädchen und Familien in 7977 Beratungs- und Informationsgesprächen oder Workshops betreut.

 

Zusätzlich fanden folgende Veranstaltungen statt:

 

GEWALTPRÄVENTION MAI 2012

Im Mai 2012 wurde ein GEWALTPRÄVENTIONSPROJEKT mit SchülerInnen des Polytechnischen Lehrganges Oberpullendorf durchgeführt, unter Leitung von Martina Möbius und Katharina Müllner, in Kooperation mit Fachlehrerin Frau Thiesz. Ziel der Workshops war die Sensibilisierung der Jugendlichen für einen respektvollen Umgang miteinander, unter Achtung eigener und fremder Grenzen und die Ermutigung zu einer klaren Haltung gegenüber Gewalt, mit dem Hinweis auf professionelle Unterstützungsmöglichkeiten.

 

SPANISCHKURS CON MUCHO GUSTO!

Ab 17. Oktober wurde erstmals ein Spanischkurs für EinsteigerInnen unter der Leitung von Doris Horvath in der Frauenberatungsstelle angeboten und erfolgreich durchgeführt.

 

FRAUENGRUPPE LEBENSLUST

SEPTEMBER 2012 Einladung zu einem fröhlichen Frauenabend mit der Möglichkeit, neue Bekanntschaften zu knüpfen, Freundinnenschaften entstehen zu lassen und gemeinsame Freizeitaktivitäten zu planen. Leitung: DSA Katharina Müllner

 

16 TAGE GEGEN GEWALT

NOVEMBER 2012 Seit 1991 machen weltweit Fraueneinrichtungen und Hilfsorganisationen in Form verschiedenster Aktivitäten auf die Bedrohung von Frauen durch männliche Gewalt aufmerksam. Das erste Datum, der 25. November markiert den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Der letzte Tag, der 10. Dezember ist seit 1948 der "Internationale Tag der Menschenrechte" und bildet den Abschluss der Kampagne. Im Rahmen der "Internationalen 16 Tage gegen Gewalt" veranstaltete die Frauenberatungsstelle Oberpullendorf am Freitag, 23. November eine Demonstration unter dem Motto „Was mich stark macht!“

 

2012 im Interview mit der BVZ:

1) Mit welchen Problemstellungen wird die Frauenberatungsstelle am häufigsten konfrontiert?

In der Frauenberatungsstelle sind die häufigsten Themen Probleme innerhalb der Partnerschaften oder Familien: Kommunikationsprobleme, Rollenkonflikte, Generationsprobleme (548) Persönliche Krisen wie Einsamkeit, Überlastung, Verlusterlebnisse, psychische Erkrankungen, etc. (335) Finanzielle Probleme (191) Im Frauenberufszentrum und Start Up geht es um Wiedereinstieg (98), Arbeitslosigkeit (432), Aus- und Weiterbildung (3112) 

 

2)Wie viele ratsuchende Frauen haben sich am Vorjahr (bzw. 2011/2010) an die Frauenberatungsstelle gewendet? Sind es eher ältere oder jüngere Frauen, die Rat suchen?

2012 hatten wir 943 Klientinnen

unter 20 45 Frauen

20 - 29 137 Frauen

30 - 39 215 Frauen

40 - 49 227 Frauen

50 - 59 94 Frauen über

60 27 Frauen

von 185 Frauen wissen wir das Alter nicht

 

3) Ist Gewalt in den Familien ein großes Thema im Bezirk?

Gewalt in den Familien ist ein großes Thema, 167 Beratungen dazu allein 2012 . Hier arbeiten wir besonders eng mit der Polizei, dem Amt für Jugenwohlfahrt und dem Gewaltschutzzentrum in Oberwart zusammen.

 

4) In welchen Bereichen werden im Bezirk Jobs für Frauen angeboten?

Die Jobausschreibungen müssen ja geschlechtsneutral sein, d.h. es werden prinzipiell alle Jobs für Frauen und Männer angeboten. Das größte Angebot an Arbeitsplätzen gibt es im handwerklichen Bereich, aber es gibt nur wenige Frauen, die z.B. als Elektrikerin, Malerin, Mechanikerin,...ausgebildet sind. Und auch wenn sich Frauen bewerben, werden wohl eher Männer diese Jobs kriegen.

Für Frauen eher erreichbar sind Jobs im Einzelhandel und in der Gastronomie, hier gibt es auch ständig Angebote, vereinzelt auch in der Produktion. Sehr wenige Angebote gibt es im Bürobereich.

 

5) Gibt es genügend Kinder-Betreuungseinrichtungen im Bezirk, so dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch wirklich gelebt werden kann?

Etliche Ganztageskindergärten, Mittagstisch in einzelnen Volksschulen, zwei Kinderkrippen und das Angebot an Tagesmüttern haben schon eine wesentliche Erleichterung gebracht, allerdings ist das Angebot noch immer nicht flächendeckend und vor allem freitags gibt es oft Probleme mit Kindergärten, die schon um 12 Uhr schließen.

Dazu kommt, dass die Öffnungszeiten von Kindergärten und der Arbeitsbeginn nicht zu einander passen. Z.B. im Handel gibt es oft Arbeitsbeginn rund um 6 Uhr morgens - um diese Zeit gibt es gar keine Kinderbetreuung. Genauso liegen die Schließzeiten im Einzelhandel weit nach jeder Möglichkeit der Kinderbetreuung. Produktionsbetriebe und Handwerk beginnen um 7 Uhr, auch da gibt es keine Kinderbetreuung.

 

6) Welche anderen Hürden stehen zwischen einer Frau und ihrer Berufstätigkeit?

Die größte Hürde ist die Mobilität, nach wie vor. Um die Arbeitsplätze zeitgerecht zu erreichen, ist fast immer ein Auto notwendig und viele Frauen verfügen über kein eigenes Auto, das Familienauto braucht der Mann, um an seinen Arbeitsplatz zu kommen. Vereinzelt gibt es auch Frauen, die keinen Führerschein haben - oft aus finanziellen Gründen, weil sie sich ihn nicht leisten können. Die Anschaffung eines Autos für z.B. einen Teilzeitjob im Handel zahlt sich finanziell nicht aus, bzw. ist es oft unmöglich, dass Alleinerzieherinnen sich ein Auto leisten. Manchmal steht auch die mangelnde Unterstützung der Familie bzw. der Partner im Wege - siehe oben Rollenkonflikt/Arbeitsteilung. Wenn Partner nicht bereit sind, Kinderbetreuung, Seniorenbetreuung oder Hausarbeit zu übernehmen, ist es für manche Frauen schier unmöglich einen Job anzunehmen.

 

7) Wie steht ihr zu Frauenquoten? Wichtige Einrichtung oder Abqualifizierung nach dem Motto „nur“ eine Quotenfrau?

Wie aus vielen Studien hervorgeht, funktioniert die Eingliederung von Frauen in Männerdomänen nicht ohne Quoten. Frauen können noch so gut qualifiziert sein, in geschlossene Männergesellschaften werden sie kaum aufgenommen. Wir sind daher für Frauenquoten, auch wenn die Gefahr besteht, dass manche Frau zu ihrem Platz nur wegen des Geschlechts kommt. Aber nur so können sich Männer in männerdominierten Bereichen auch mit Frauen auseinandersetzen, können erkennen, dass Frauen auch wertvolle Arbeit leisten können. Frauen können aufgrund der Quote neue Bereiche besetzen, ihr Wissen und ihre Arbeitskraft auch in für Frauen bisher noch ungewöhnlichen Bereichen einbringen.

Beispiel Politik: Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Frauen in Gemeinderäten oder sonstigen politischen Funktionen sehr ungewöhnlich. Seit Einführung der Quoten in einigen Parteien, gibt es wesentlich mehr Frauen auf allen Listen, Frauen sind Abgeordnete und Regierungsmitglieder, das ist für uns heute ganz normal. Ohne Quoten wäre dieser Wandel nicht so rasch vor sich gegangen.

 

 

Jahresbericht 2011

 

Das Jahr 2011 . . .

 

. . . stand für die Frauenberatungsstelle vor Allem im Zeichen der „Barrierefreiheit“. Barrierefreiheit bedeutet, dass unsere Beratungsstelle und all unsere Angebote wirklich allen Frauen, Mädchen und Familien zur Verfügung stehen – auch Rollstuhlfahrerinnen, Sprech- oder Sehbehinderten. Ab 2020 müssen alle öffentlichen Gebäude barrierefrei sein, für Familienberatungsstellen gilt das bereits ab 2016. Es ist uns ein großes Anliegen, diese Barrierefreiheit zu erfüllen, allerdings ist die Umsetzung auch mit erheblichem finanziellem Aufwand verbunden und keine der öffentlichen Stellen will uns dafür Mittel zur Verfügung stellen. Wir sind also auf Spenden oder Einnahmen aus Veranstaltungen angewiesen. Als erste Schritte haben wir unsere Website neu gestaltet und einen Handlauf beim Eingang der Frauenberatungsstelle angebracht. Der Zugang für Rollstuhlfahrerinnen ist bereits möglich, wird aber noch verbessert. Wir ließen eine Expertise erstellen mit den weiteren Schritten, die wir unternehmen müssen und werden diese in den nächsten Jahren umsetzen. Für Anregungen von Frauen und Mädchen mit besonderen Bedürfnissen sind wir dankbar. Im Zuge der Neugestaltung unserer Website www.frauen-op.at haben wir unseren gesamten öffentlichen Auftritt verändert. Nach langen Diskussionen im Team haben wir uns schließlich für das neue Logo mit den Blumen entschieden. Diese Blumen stehen für uns für blühende Vielfalt, Buntheit, Individualismus und Feminismus, auch wenn das Frauenzeichen nicht mehr explizit vorkommt. Wir haben neue Folder gestaltet, in denen jetzt auch unser großes Projekt FRAUENBERUFSZENTRUM Platz hat, für die landesweite Koordination des Projektes F.i.T. – Frauen in Handwerk und Technik wurde ebenfalls ein eigener Folder gestaltet. All unsere Unterlagen können jederzeit aus unseren Büros Spitalstraße 11 und 6 entnommen werden oder werden auf Wunsch auch gerne zugesandt. Im Laufe des Jahres kam es auch zu einigen Veränderungen in unserem Team. Katharina Müllner war in Bildungskarenz, um eine Ausbildung zur Mal- und Gestalttherapeutin zu beginnen. Ihre Karenzvertretung Angelika Dorr erhielt bereits ab November eine Vollzeitstelle beim Amt für Jugendwohlfahrt in Eisenstadt, Bernadett Kéri verstärkt daher seit November 2011 zu unserer großen Freude unser Team. Mit Jahresende verließ uns unsere hochgeschätzte Kollegin Margit Wolf, Bernadett Kéri ersetzt sie ab 2012.

 

Beratung 2011

 

ZIELGRUPPE Die Aufgabe der Sozialarbeiterinnen sowie der Sozialpädagogin ist die Unterstützung und Begleitung von Frauen, Mädchen, Familien und Paaren in persönlichen Lebenskrisen und Phasen der Veränderung, Krisenintervention nach Gewalterfahrungen, Schwangerschaftsberatung, wie auch Entlastung bei Überforderung durch Kinder- und Altenbetreuung, wirtschaftliche, pädagogische und schulische Probleme.

 

GEWALT in der FAMILIE Mehrheitlich werden Partnerschaftskonflikte thematisiert, häufig in Verbindung mit einer Trennungsabsicht, wobei psychische und körperliche Gewalt durch den Partner, sowie Alkoholmissbrauch - mit daraus resultierenden Folgen wie Arbeitsplatzverlust, Überschuldung und Misshandlung von Familienangehörigen – einen großen Raum einnehmen. Ziel der Beratung ist es, den Klientinnen bei der Erkenntnis ihrer Wünsche, Ziele und Entwicklungsmöglichkeiten respektvoll und achtsam zur Seite zu stehen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Die enge Vernetzung mit dem Gewaltschutzzentrum und die Mitarbeit in der landesweiten Arbeitsgruppe GGG unterstützen sowohl unsere Beraterinnen und Klientinnen.

 

FAMILIENBERATUNG Ein Schwerpunkt in der Beratung 2011 waren Schwangerschaftskonflikte, daraus resultierend entstand eine landesweite ARGE Schwangerschaftskonflikte, um den Beraterinnen die Möglichkeit zum Austausch zu geben und somit in der Beratung mehr Handlungsspielraum zu haben. Die Bedingungen der gemeinsamen Obsorge belasten viele unserer Klientinnen sehr. Häufig übernehmen Väter kaum Verantwortung in der Kinderbetreuung und –erziehung, fordern aber gleiche Rechte. Frauen erleben diese Situation oft als reines Machtspiel, bei dem die Interessen der Kinder nicht berücksichtigt werden. Weiteres Thema ist die pädagogische Unterstützung von Eltern oder die Beratung von heranwachsenden Jugendlichen, auch in Zusammenarbeit mit LehrerInnen bzw. Schulen.

 

PAARBERATUNG Im Rahmen der Familienberatung wird Paaren die Chance geboten, ressourcenorientiert an Wegen aus einer Beziehungskrise zu arbeiten. 2011 konnten wir einen Rückgang in der Bereitschaft von männlichen Partnern zur Paarberatung beobachten.

 

 

PRÄVENTION zur SCHULDENBERATUNG Unser Angebot der Prävention zur Schuldenberatung, das dringend gebraucht wird, hat sich sehr etabliert. Immer mehr Frauen und Familien mit finanziellen Problemen wenden sich an uns. 63 Präventionsberatungen wurden 2011 durchgeführt.

 

2011 wurden 887 Frauen, Mädchen und Familien in 6158 Beratungs- und Informationsgesprächen oder Workshops betreut:

38 % Frauen- und Familienberatung

13 % Informationskontakte

49 % Arbeitsmarktberatung

 

 

Jahresbericht 2010

Copyright Frauenberatungsstelle Oberpullendorf | Design & Umsetzung Alex Riederer's webfactory